Sonntag, 2. August 2015

[Rezension] "50 Tage - Der Sommer meines Lebens" von Maya Shepherd

Copyright Maya Shepherd 
Titel: "50 Tage - Der Sommer meines Lebens"

AutorIn: Maya Shepherd


ÜbersetzerIn: -

Verlag: Selfpublishing

Format: broschiert/ eBook

Preis: 12,99€ / 2,99€

Seiten: 388


ISBN: 978-3738625936



50 Tage - Der Sommer meines Lebens von Maya Shepherd

Zu einem heißen, sonnigen und schönen Sommer gehört auch ein wirklich großartiger und sommerlicher Road Trip Roman. Dank Maya Shepherd und ihrem ersten Jugendroman „50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ begab ich mich auf eine abenteuerliche Reise auf die Route 66 mit Jade, die wir beide wahrscheinlich so schnell nicht vergessen werden. Vielen lieben Dank liebe Maya Shepherd, dass du mir deinen ersten Jugendroman zu Verfügung gestellt hast.

Jade hatte sich diesen Sommer irgendwie anders vorgestellt. Eigentlich wollte sie mit ihrer besten Freundin Katie einen unvergesslichen Sommer im jährlichen Sommercamp verbringen. Zu diesem Anlass haben die beiden auch eine Liste mit 100 Dingen erstellt, die sie alle im Sommer abarbeiten wollen. Auf der Liste befinden sich Sachen wie „Auf dem Tisch tanzen“ oder „Eine Nacht unter freiem Himmel geschlafen haben“. Es ist also klar, dass es keine einfache Aufgabe sein wird, die Liste abzuarbeiten. Aber zusammen schaffen die beiden alles. Doch die Vorsetze für das Sommercamp werden über Bord geworfen, als Jade ihre beste Freundin und ihren Freund beim Knutschen erwischt. Wie konnten die beiden ihr das nur antun? Verletzt und stocksauer lässt sie die beiden links liegen und versucht ihre Eltern dazu zu überreden, nicht ins Sommercamp zu müssen. Aber die Eltern lassen sich nicht erweichen. Jade muss ins Sommercamp. Als der Bus mit der Klasse an einer Raststätte anhält, will sie eigentlich nur im Bus sitzen bleiben. Aber auch dieser Wunsch wird ihr nicht gewährt und so geht Jade nur widerwillig in die Raststätte. Das einzig Spannende was sie erblickt, ist ein Typ mit Glatze der an seinem Mustang herumschraubt.
Und plötzlich hat Jade eine wahnsinnige Idee, die sie sogleich in die Tat umsetzt. Sie holt ihren Rucksack aus dem Bus und versteckt sich im Mustang. Ob dieser Plan aufgehen wird? Und was wird der Fremde mit ihre anstellen, wenn er sie entdeckt? Wir Jades Reise enden, bevor sie überhaupt begonnen hat?

„50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ ist der erste Jugendroman von Maya Shepherd. Allerdings war er für mich weitaus mehr als „nur“ ein Jugendroman. Das Buch symbolisiert nicht nur Hoffnung, Lebensfreude oder Liebe, sondern auch den unbändigen Willen einfach aus dem Alltag auszubrechen und sich auf die Suche nach sich selbst zu begeben. Es ist der Abenteuerdrang, der dem Buch einen gewissen Charme bereitet. Aber nicht nur die schönen Seiten eines Road Trips und des Trampens werden beleuchtet. Maya Shepherd hat sich große Mühe gegeben, auch die dunklen Seiten eines jeden Abenteuers aufzuzeigen und beweist einmal mehr, dass sie keine rosarote „alle haben sich lieb“ Welt erschaffen will. Sondern sie zeigt wie das Leben manchmal eben spielen kann mit allen Hinternissen, Gefahren und Zufallsbekanntschaften. Vor allem diese Bekanntschaften machten dieses Buch so besonders. Jade und Jason lernen auf ihren Weg die unterschiedlichsten Leute kennen, die alle so verschieden sind, dass sie mich an einen bunten Blumenstrauß erinnerten.
Und so verhält es sich eben auch mit den Zufallsbekanntschaften. Denn weder Jade noch Jason wussten, wer oder was sie erwartet. Jade und Jason haben auf ihren gesunden Menschenverstand und ihre Menschenkenntnis vertraut und wurden (meistens) nicht enttäuscht. Vor allem aber Jason konnte die Menschen ihm gegenüber sehr gut einschätzen, weil er eine gewisse weltliche Gesinnung hatte. Jade hingegen war eher weltfremd. Sie bildete sich ein Urteil über andere Menschen und Kulturen auf der Basis von Hören und Sagen. Sie selbst hatte aber bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts außerhalb ihrer Vorstadt erlebt und es war spannend zu sehen, wie sie auf diese ganzen Eindrücke reagierte und wie sie mit manchen Ereignissen umging. Aus einem kleinen ab und zu zickigen und weltfremden Mädchen, wurde eine Frau, die das Leben genießen kann und sich für andere stark macht, wenn sie es selbst nicht können. Außerdem ist für sie jeder Tag eine Herausforderung, der sie sich aber nur allzu gerne stellt. Ihre pure Freude über kleine Dinge, hat mir immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern können. Jason ist wie gesagt sehr weltklug. Er weiß mit den Menschen umzugehen, allerdings scheint dieses Gespür abhanden zu kommen, wenn er sich in Jades Nähe aufhält. Mal ist er nett, mal wieder verschlossen und dann wieder zuvorkommend. Er kann auch schnell von freundlich in das komplette Gegenteil umschwenken, aber trotzdem habe ich mein Herz an ihn verloren. Es war für mich sehr schön mitanzusehen, welche Hürden Jade und Jason überwinden müssen, um zueinander zu finden.
Mit ihrem Prolog konnte Maya Shepherd die Spannung immer aufrechterhalten. Denn irgendwie hatte man immer das Gefühl, dass das Damokles Schwert über den beiden schwebt. Was ich allerdings noch sagen muss, dass mir ziemlich schnell klar war, was mit Jason los war. Ich weiß nicht, ob das Absicht war. Denn diese Voraussicht hat das Buch noch spannender gemacht. Es ist in 99% der Fälle ja so, dass das Buch langweilig wird, wenn man schon weiß, was mit dem Protagonistin los ist. Aber bei „50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ hat mich das noch mehr angespornt, dieses Buch schneller zu lesen.
Und ich möchte die Eltern von Jade nicht unerwähnt lassen. Was für verdammt coole Eltern hat sie denn? Ich dachte meine Mum wäre schon der Begriff von erzieherischer Toleranz, aber die beiden toppen echt alles. Sie sind dabei aber nicht verantwortungsbewusst, sondern lassen Jade ihren eigenen Weg gehen. Die beiden haben sich wirklich meinen Respekt verdient und es sollte mehr Eltern ihrer Art geben.
Das Cover vermittelte mir ein sehr sommerliches Gefühl. Maya Shepherd bewies mit diesem Cover mal wieder ein Feingespür für die Verknüpfungen zum Inhalt ihres Jugendromanes.
Alles in allem hat mich „50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ an ein Zitat aus einem meiner
Lieblingsfilme erinnert. Im Film „Forrest Gump“ sagte Tom Hanks als Forrest Gump einmal: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“ Und dieses Zitat beschreibt das Buch und die Handlung wirklich perfekt. Ich als Leserin wusste nie, wen oder was die Protagonisten an der nächsten Straßenecke finden würden. Daher möchte ich „50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ von Maya Shepherd jedem empfehlen, der vielleicht selbst nicht mehr weiß wer er ist und keine Angst hat, dass ihm plötzlich das Fernweh überkommt.



1 Kommentar:

  1. Huhu,

    eine tolle Rezi und schön dass es dein Buchhighlight des Monats ist. Ich war auch hin und weg von diesem Buch und kann dir bei der Wahl des Zitates aus Forest Gump nur zustimmen.
    Toller Blog bin gleich mal geblieben und würde mich über einen Besuch von dir sehr freuen, gerne auch dich als Leser zu begrüßen.
    http://mexiis-leseparadies.blogspot.de/

    Liebe Grüße
    Lisa

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