Dienstag, 28. Juli 2015

[Rezension] „Die Schatten von London – In Memoriam“ von Maureen Johnson

Copyright cbt Verlag
Titel: "Die Schatten von London – In Memoriam"

AutorIn: 
Maureen Johnson

ÜbersetzerIn: Dagmar Schmitz

Verlag: cbt Verlag

Format: broschiert/ eBook

Preis: 13,99€ / 10,99€

Seiten: 384


ISBN: 978-3570309995


Die Schatten von London – In Memoriam von Maureen Johnson

Eines der Buchhighlights im Jahre 2014 war das Buch „Die Schatten von London“ von Maureen Johnson. Umso mehr habe ich mich auf den zweiten Band „Die Schatten von London – In Memoriam“ gefreut. Dank dem cbt Verlag durfte ich das Buch vorab lesen und ich möchte mich für das Rezensionsexemplar herzlichst bedanken. Denn nach dem der Ripper die ganze Stadt terrorisiert hatte, bin ich gespannt, womit es Rory und die Shades nun zu tun bekommen.

Es ist drei Wochen her, als Rory vom Ripper angegriffen und niedergestochen wurde. Seit dem lebt sie bei ihren Eltern in Bristol und lebt in den Tag hinein. Doch das rächt sich als Rory dank ihrer Psychologin wieder ins Internat zurückkehrt. Da sie drei Wochen nichts für die Schule getan hat, hängt sie im Lernstoff meilenweit hinterher und in einer Wochen beginnen die Prüfungen. Wenn sie durch diese Prüfungen fällt, muss sie das Internat verlassen und ist nicht mehr in der Nähe der Shades, um diese zu unterstützen. Aber Rory ist für sie besonders kostbar. Da bei dem Kampf mit dem Ripper alle Terminus verloren gegangen sind, ist Rory die einzige, die die Geister von der Erde vertreiben kann. Rory war und ist der einzig lebende Terminus und sie wird mehr denn je gebraucht. Der Ripper, der einst ein Mitglied der Shades war, war nämlich nicht der einzigste Geist. Ein Wirt wird in seinem Keller von einem anderen Geist ermordet und überall in der Gegend rund um das Internat tauchen zu allem Überfluss auch noch Risse im Boden und den Wänden auf. Rory ist die Einzige, der das merkwürdig vorkommt und sie beginnt zu recherchieren. Was sie jedoch herausfindet, ist mehr als haarsträubend. Auf dem Gelände des Internats befand sich in damaligen Zeiten eine Nervenheilanstalt namens Bedlam. Diese war nicht unbedingt für ihre Barmherzigkeit
bekannt. Mit den Patienten wurde herum experimentiert und sie waren furchtbaren Qualen ausgesetzt. Aufgrund der Risse wurden einige Geister aufgeschreckt und sie entfliehen jetzt durch eben diese Risse. Als wäre das noch nicht genug, wirkt ihr einstige Kontrahentin ausgeglichen und zufrieden. Außerdem empfiehlt sie ihr ihre Psychologin. Kann das wirklich gut gehen? Und welcher Geist steckt hinter den Morden, die London erneut erschüttern? Kann Rory die drohende Katastrophe aufhalten oder wird sie ihr Leben und das ihrer Lieben gefährden?

Ich war wirklich sehr gespannt auf „Die Schatten von London – In Memoriam“ von Maureen Johnson und das Buch hat mich wirklich enttäuscht. Ich verschlang das Buch innerhalb eines Tages, da ich es einfach nicht mehr weglegen konnte. Viele von euch wissen, dass ich London liebe. Als Setting für dieses Buch war/ist es ideal. Denn nur London kann diese mystische Atmosphäre erschaffen, die die Geschichte sehr unterstützte. Maureen Johnson schaffte es mal wieder mich in diese Geschichte zu entführen. Die Spannung war von Seite zu Seite spürbar und machte dieses Buch zu einem großartigen Lesevergnügen. Rory war im Buch immer in Bewegung, sodass man viele neue und altbekannte Orte (wieder-)entdecken konnte. Somit hatte man die perfekte Mischung aus alt und neu. Maureen Johnson erschlägt einem nicht mit zu viel unbekannten, sodass der Lesefluss absolut nicht gestört wird. Außerdem wurde das Lesevergnügen noch durch den sehr fantasievollen und liebevollen Schreibstil optimiert. Das Buch lebt von seiner Szenerie und den Charakteren. Vor allem die (romantische) Spannung zwischen Rory und dem Anführer der Shades (Stephen) machte mich fast wahnsinnig. Das ist allerdings positiv gemeint, denn ich habe immer auf einen Kuss gehofft. Die Zwei sind wie Katz und Maus, aber beide ergänzen sich perfekt. Ich mochte die Art, wie die beiden sich dem jeweils anderen geöffnet haben und Geheimnisse erzählten, die sie sonst niemanden erzählt haben. Rory wird im zweiten Band immer mehr mit schwierigen Entscheidungen konfrontiert. Sie kann sich ihren Freunden nicht wirklich anvertrauen und muss sie ständig anlügen, da niemand aus dem Internat wissen darf, dass sie Geister sieht. Das macht das Leben auf dem Internat umso schwieriger. Denn mal abgesehen von dem Geisterproblem muss sie auch noch die Schule meistern. Ich finde Rory händelt das meisterhaft und was ich erstaunlich finde, sie gibt nicht auf. Sie versucht alles, um ihre Freunde und ihre Familie zu schützen. Ich mochte vor allem ihre sarkastische und konsequente Art. Hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt, ist sie von der Idee nur schwer abzubringen.
Stephen hingegen geht immer auf Nummer sicher. Er will keine unnötigen Risiken eingehen, um ebenfalls die zu schützen, die er liebt. Das haben Rory und Stephen gemeinsam. Aber auch alle anderen Charaktere sind wundervoll und nicht nur schwarz oder weiß.
Aber nicht nur die Handlung und das ganze Buch konnten mich begeistern, sondern auch das Cover ist ein absoluter Hingucker. Die Anspielungen auf London bieten einen perfekten Bezug zum Buch und das Mädchen mit dem roten Haaren ist ein absoluter Eyecatcher.
„Die Schatten von London – In Memoriam“ von Maureen Johnson ist ein spannender und atmosphärischer zweiter Band, der jedem Leser absolut süchtig nach den Charakteren und der Handlung macht.


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