Dienstag, 9. Juni 2015

[Rezension] „Dunkelsprung: Vielleicht kein Märchen“ von Leonie Swann

Copyright Goldmann Verlag

Titel: "Dunkelsprung: Vielleicht kein Märchen"

Autor: Leonie Swann


ÜbersetzerIn: -

Verlag: Goldmann Verlag
  
Format: Hardcover / eBook 

Preis: 19,99€ / 15,99€

Seiten: 384

ISBN: 978-3442313877



Dunkelsprung: Vielleicht kein Märchen von Leonie Swann

Ich werde immer von Büchern angezogen, bei denen die Meinungen zwiegespalten sind. Denn ich möchte mir meine eigene Meinung darüber bilden. So war es auch bei „Dunkelsprung: Vielleicht kein Märchen“ von Leonie Swann. Ich möchte mich bei dem Goldmann Verlag herzlichst für das Rezensionsexemplar bedanken. Denn ohne Gefahr zu laufen gestochen zu werden, konnte ich die Welt der Flöhe und vielen anderen Fabelwesen kennenlernen.

Julius Birdwell von Beruf aus Goldschmiedemeister und Flohzirkusdirektor, lebt für seine Flöhe: Im wahrsten Sinne des Wortes. Da Flöhe von „lebenden“ Blut leben, ist ihre bevorzugte Quelle ein lebendiger Wirt, wie zum Beispiel Julius Birdwell. Julius lebt in einer kleinen Wohnung in London und liebt sein beschauliches und einseitiges Leben. Er mag keine Veränderungen. Als er allerdings eines nachts tropfende aus der Themse steigt und nichts mehr von den letzten Stunden weiß, ist sein langweiliges Leben vorbei. Denn er soll eine Nixe finden. Doch wo beginnt man mit der Suche nach einer Nixe? Allerdings hat Julius einen Anhaltspunkt. In seiner Jackentasche findet er eine Visitenkarte eines Privatdetektivs mit Namen Green. Natürlich ist er nicht wirklich begeistert von der Idee, seine Mission einem Detektiv zu offenbaren. Aber Julius hat ein Problem. Er kann die verschwundene Nixe nicht einfach ignorieren, denn sie sitzt in seinem Kopf fest und er kann seiner normalen Arbeit nicht mehr nachgehen, da er nur noch Nixen-Ringe anfertigt. Und so begibt sich Birdwell auf den Weg zu dem Privatdetektiv. Der jedoch ist von Julius Auftrag nicht wirklich überrascht. Aber er begleitet ihn zu seinem Psychologen, der auf „Vergessen“ spezialisiert ist. Egal was man vergessen möchte, der Psychologe hypnotisiert es einem heraus. Aber er kann Julius auch seinen vergessenen Abend zurückholen. Und so beginnt eine spannende Reise nach einer Nixe und der Ausgang ist vollkommen anders als alle gedacht haben...

„Dunkelsprung: Vielleicht kein Märchen“ von Leonie Swann lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Skurril. Aber das ist keinesfalls negativ gemeint. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, den man erst versteht, wenn man das Buch beendet hat. Dementsprechend verwirrte er mich etwas und ließ mich in den Glauben, dass es sich mal wieder um Vampire handelte. Danach erfahren wir viel über Julius Birdwell. Allerdings stürzt man mitten in die Handlung. Nach und nach kommt man dann hinter den Verlauf der Geschichte, der aber immer wechselt, wie die Erzähler. Denn wir erfahren nicht nur Julius Birdwells Geschichte, sondern auch die von Privatdetektiv Green und vielen Anderen. Mir hat das wirklich sehr gut gefallen und auch geholfen hinter die Geschichte zu kommen. Immer mehr Puzzleteile fügen sich zusammen und so wird die Story logisch und definitiv einzigartig.
Der Schreibstil ist sehr abwechslungsreich und obwohl die Autorin zwischen den Charakteren hin und her springt, wird es nicht zu chaotisch. Ich finde schon, dass sich durch das Buch ein gewisser roter Faden zieht, sodass man gut Folgen kann. Die Spannung ist nicht auf jeder Seite vorhanden, jedoch reicht sie aus, um an dem Buch dran zu bleiben.
So skurril das Buch ist, so skurril sind auch die Charaktere. Ich kann sie gar nicht alle beschreiben, sonst würde diese Rezension nie enden, aber alle haben sie etwas gemeinsam und das ist der Mut. Egal auf welche Weise der jeweilige Charakter es zeigt, es steckt in jedem. Vor allem waren sie alle sympathisch und selbst der Gegenspieler war mir am Ende irgendwie äußerst charmant. Auch wenn er Dinge getan hat, die mehr als fragwürdig sind. Aber vor allem Julius hat mir sehr gut gefallen. Er wirkt am Ende sehr verrückt, aber eigentlich ist er liebenswert. Auch wenn Flöhe nicht jedermanns Sache sind, so werden sie in diesem Buch sehr heiter und lebensfroh beschrieben. Für sie gibt es mehr als nur Blut trinken. Der Privatdetektiv Green wuchs mir sehr ans Herz. Er hatte es im Leben nicht leicht und kehrt nach und nach ins Leben zurück. Denn alle anderen denken er wäre verrückt, weil er Dinge sieht die eigentlich nicht da sind. Und so gewährt uns Green Einlass in seine Gedanken und eröffnet uns eine neue Welt des Denkens. Jede der Figuren ist unersetzbar für dieses Buch.
Auch das Cover zieht die Blicke auf sich. Diese Mischung aus grün und beige ist eine perfekte Farbkombination. Mir gefallen besonders die kleinen Figuren, wie der Drache oder das Kaninchen, dass aus dem Hut kommt, auf dem Schutzumschlag.
„Dunkelsprung: Vielleicht kein Märchen“ von Leonie Swann ist kein Buch für zwischendurch. Es ist ein skurriles und unvergleichliches Buch voller Fabelwesen, verrückter Protagonisten und beinahe unlösbaren Abenteuern. Ich würde dieses Buch jedem Fan von „Alice im Wunderland“ und jedem, der auf der Suche nach etwas gänzlich neuem ist, empfehlen.



Kommentare:

  1. Hey meine Liebe,

    das Buch klingt insgesamt sehr interessant, allerdings bin ich mir nicht ganz sicher ob es etwas für mich ist. *hmmm*
    Da warte ich noch etwas. :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Hey Ruby,

      also ich war auch erst zwiegespalten, aber mich konnte es im Nachhinein doch überzeugen und ich bin froh es gelesen zu haben.

      Liebe Grüße
      Maria :)

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