Sonntag, 5. April 2015

[Rezension] "Dear Sister 1 - Ich würde sterben für dich" von Maya Shepherd

Copyright Maya Shepherd

Titel: "Dear Sister 1 - Ich würde sterben für dich"

Autor: Maya Shepherd

ÜbersetzerIn: -

Verlag: Selfpublishing
 
Format: Broschiert / eBook

Preis: 11,99€ / 3,99€

Seiten: 392


ISBN: 978-1499275056



Dear Sister 1 - Ich würde sterben für dich von Maya Shepherd

Es ist immer wieder aufregend bei einer Leserunde mitzumachen. Besonders aufregend ist es dann, wenn man schon einige Bücher der Autorinnen gelesen hat und man mit dem Beginn der Leserunde auch eine neue Reihe der besagten Autorin beginnt. So bekam ich im Zuge der Leserunde das Buch „Dear Sister 1 – Ich würde sterben für dich“ von Maya Shepherd zugeschickt. Und ich kann euch gleich sagen, dass ich etwas vollkommen anderes erwartet habe...

Winter ist ein durchschnittliches Mädchen – jedenfalls denkt sie das selbst von sich. Seit sie denken kann war ihre Schwester die Schöne, die Sportliche und die Angesagte. Winter war immer nur das lästige Anhängsel. Von einer schwesterlichen Beziehung kann ebenfalls keine Rede sein, denn Winter hasst ihre Schwester für alles, was sie ihr angetan hat. Sei es den Jungen psychisch zu verletzten, den Winter über alles liebt oder mit all ihren Schandtaten ungestraft davon zu kommen. Sie war ebenfalls nicht traurig darüber, als ihre Schwester Eliza spurlos verschwand. Eher war sie sauer, weil sie ihren Eltern so etwas angetan hatte. Seit dem Verschwinden von Eliza litten sie Höllenqualen und Winter war es einfach nur leid, dass es sich wie immer nur um ihre Schwester drehte. Aber das Verschwinden hatte auch so seine Vorteile. Denn Winter kam ihrem Schwarm Lucas näher, der vorher nur Augen für ihre Schwester gehabt hatte. Schließlich wurden sie sogar ein Paar, doch Winter merkt sehr schnell, dass Lucas immer, ihre Schwester in Schutz nehmen würde und das immer zwischen ihnen stehen würde. Allerdings will Winter es nicht wahrhaben. Und investiert immer mehr Gefühle in die Beziehung. Als Winter plötzlich einen Brief von ihrer Schwester im Briefkasten findet, ahnt sie, dass etwas nicht stimmen kann. Und sie soll Recht behalten. Denn plötzlich sieht Winter ihre Schwester erst in einem Club in London und dann an ihrer Schule. Plötzlich erschüttern auch merkwürdige Ritualmorde die idyllische Kleinstadt in Irland und nichts ist mehr wie es scheint. Wird Winter das nächste Opfer des Mörders oder steckt ihre Schwester hinter allem?


Als ich den Titel des Buches gelesen hatte, dachte ich zuerst an eine Geschichte, in der ein Mädchen den Tod ihrer Schwester rächen will. Allerdings lag ich damit komplett falsch. Denn Maya Shepherd hat sich eine weitaus komplexere Geschichte ausgedacht und niedergeschrieben. Ich mochte den Ansatz, dass eine Beziehung zwischen Geschwistern nicht immer zwingend vorhanden sein muss und es Arbeit bedarf, wenn man eine Beziehung zu seinen Geschwistern aufbauen will. Man bekommt die Zuneigung und das Vertrauen nicht einfach geschenkt, sondern muss es sich, wie in jeder Beziehung, verdienen. Was ein erneuter Vertrauensbruch anrichten kann, zeigt Maya Shepherd mit dem ersten Teil der „Dear Sister“ Reihe eindrucksvoll auf. Gespickt mit tollen Fantasy-Elementen ergibt diese Mischung ein hochemotionales Meisterwerk. Die Handlungen von Winter sind immer authentisch und somit nachvollziehbar. Sie mochte ich von all den Charakteren am liebsten, obwohl ihre Freundin Dairine ihr den Platz streitig macht. Winter ist sehr emotional und verleiht ihren Gefühlen Ausdruck. Die Rolle als Außenseiterin gefiel mir, denn das passte zu ihrem Wesen. Obwohl sie ihre Gefühle äußert, lässt sie nicht alle an ihren Gedanken teilnehmen. Sie weiß, wem sie etwas anvertrauen kann und wem nicht. Obwohl sie Dairine anfangs nicht zu sehr an sich ran ließ, schweißten die Vorfälle sie zusammen und machten sie zu sehr guten Freundinnen. Dairine war bzw ist nicht nur Winters Fels in der Brandung, sondern auch meiner. So eine Freundin zu haben, wünscht sich jeder und so einen Charakter in einem Buch zu haben, wünschen sich jede LeserInnen. Denn gerade bei einem Buch wie diesem, ist es gut, dass es eine Person gibt, die einen erdet und auf die man sich verlassen kann. Vor allem weiß man bei Dairine woran man bei ihr ist. Eliza und Lucas gingen mir zeitweilig echt auf den Geist. Vor allem bei der sogenannten „Rettungsmission“ nervten sie mich gewaltig. Sie kamen einfach nicht richtig in die Gänge. Versteht mich nicht falsch, die Charaktere sind keinesfalls schlecht. Denn schlechte Charaktere würden bei mir keine Gefühle erregen. Es muss in einem Buch eben auch „unsympathische“ Charaktere geben, ansonsten wäre das Buch nicht glaubwürdig. Vielleicht ändert sich meine Meinung von Eliza in dem 2. Teil. Wen ich auch sehr mochte, war Liam. Er ist so vielschichtig, dass ich Winters Zweifel nur teilen konnte. Er gab mir immer wieder Rätsel auf, aber schlich sich förmlich in mein Herz. Aber nicht nur die Charaktere machten das Buch zu einem einzigen Lesegenuss, sondern auch die Spannung, die durch diesen einfühlsamen und aufregenden Schreibstil erzeugt wurde.
Das Cover ist eigentlich harmlos, so wie der anfängliche Eindruck des Buches. Es verrät nicht zu viel vom Buch und passt zu der Atmosphäre der gesamten Geschichte.
„Dear Sister 1 – Ich würde sterben für dich“ von Maya Shepherd ist jetzt schon eines meiner Highlights im Jahr 2015, denn es beinhaltet alles was ein Buch haben muss: Spannung, Gefühle und viele Rätsel. 


Kommentare:

  1. Klingt wirklich spannend! Du machst mich auf soooo viele Bücher neugierig! :D

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    1. Hallo Katja,

      tja das ist der Plan ;)

      Liebe Grüße
      Maria

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  2. Heyho,

    ich glaube das wäre wohl eher kein Buch für mich, auch wenn es sehr interessant klingt. :) Das Cover finde ich so düster und macht mir ehrlich gesagt ein kleines bisschen Angst. ^^°

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Huhu Ruby,

      ach du brauchst vor dem Buch keine Angst zu haben. So gruselig ist es gar nicht! ;)
      Es ist eher ein spannender Fantasyroman.

      Liebe Grüße
      Maria :)

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