Mittwoch, 7. Januar 2015

[Rezension] "Skylark - Der eiserne Wald" von Meagan Spooner

Copyright Heyne fliegt Verlag

Titel: "Skylark - Der eiserne Wald"

Autor: Meagan Spooner

ÜbersetzerIn: Kirsten Borchardt

Verlag: Heyne fliegt
 
Format: Taschenbuch / eBook

Preis: 13,99€ / 10,99€

Seiten: 448


ISBN: 978-3453268227


Skylark - Der eiserne Wald von Meagan Spooner

Es ist für mich immer wieder ein tolle Gefühl, wenn mir ein Verlagsmitarbeiter ein großartiges Buch vorstellt, in dem er mir eine E-Mail zukommen lässt. Dies geschah auch im Falle von „Skylark – Der eiserne Wald“ von Meagan Spooner. Deshalb möchte ich mich ganz herzlich beim Heyne fliegt Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Lark wuchs in einer liebenswerten Familie auf. Ihr Lieblingsbruder Basil kümmerte sich immer sehr liebevoll um Lark, doch eines Tages verschwand er. Offiziell hieß es, dass er außerhalb des Zaunes freiwillig an einer Expedition teilgenommen, aber nicht überlebt hat. Die Bewohner innerhalb des Zaunes zweifelten nicht einen Moment an dieser Aussage, denn keiner überlebt außerhalb ihrer Stadt. Während Lark ihren Bruder schmerzlich vermisst, beschäftigt sie noch ein anderes Problem. Alle ihre gleichaltrigen Freunde und auch schon viele jüngere Bewohner wurden geerntet. Dies ist ein Initiationsritus bei dem den Kindern ihre Magie abgesaugt wird, damit der Zaun durch die Magie aufrechterhalten werden kann. Doch nach der Ernte zählen die Kinder als Erwachsene und bekommen, ihren Fähigkeiten angemessen, einen Beruf zugeteilt. Als der Tag der Ernte anbricht, bleibt Lark Zuhause. Immerhin ist sie in der Nacht zuvor in die Schule eingebrochen und hatte einen Einblick in die Liste der Personen, denen die Ernte bevorsteht. Larks Name stand jedoch nicht darauf. Als jedoch ihr anderer älterer Bruder Lark mitteilt, dass sie die ganze Stadt sucht, weil sie die Einzige ist, die zur Ernte ausgewählt wurde, steht ihre Welt Kopf. Lark macht sich mit einem Taxi auf dem Weg zu ihrer Ernte. Doch was sie dort erwartet, ist komplett anders als in ihrer Vorstellung. Anstatt einmal geerntet zu werden, muss sich Lark dieser schmerzhaften Prozedur immer wieder stellen. Als sie jedoch bei einer Erkundungstour ein Wesen sieht, was nur noch von Glasfäden gehalten wird, die aus ihrem Körper kommen und die Magie absaugen, wird ihr schlagartig bewusst, dass ihr das gleiche Schicksal droht. Also beginnt sie mit Hilfe eines Angestellten zu fliehen. Ihre Flucht führt sie außerhalb des Zaunes und nur mit Hilfe eines kleinen mechanischen Kobolds, den sie Nix tauft und einem wilden Jungen namens Oren gelingt es ihr am Leben zu bleiben. Denn es lauern noch mehr gefahren außerhalb des Zaunes auf das Trio als Larks Verfolger aus der Stadt...

Als ich „Skylark – Der eiserne Wald“ von Meagan Spooner anfing zu lesen, bemerkte ich sehr schnell, dass ich meine Erwartungen an das Buch ad acta legen konnte. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir eine etwas andere Geschichte vorgestellt. Nichtsdestotrotz las ich vergnügt weiter, denn nur weil meine Fantasien nicht mit dem Buch zu vereinen waren, konnte es mich ja trotzdem von sich überzeugen. Leider setzte meine Begeisterung erst nach ¼ des Buches ein. Anfänglich kam ich sehr schwerfällig in das Buch rein. Ich fand, dass der Anfang sich leider zog und dadurch kam bei mir Langeweile auf. Als ich mich jedoch erfolgreich durch die ersten 100 Seiten gekämpft hatte, begann für mich die eigentliche Spannung und vor allem das Buch erst so richtig. Was ich sehr aufregend an dem Buch fand, waren die nie endenden Ideen der Autorin. Sie hat es geschafft eine vollkommen neue Welt zu erschaffen, obwohl dies heutzutage nicht mehr so einfach ist. Immerhin hat es beinahe alles schon einmal in Büchern gegeben. Doch Meagan Spooner ist es dann doch gelungen mich zu überraschen. Vor allem aber schafft sie immer wieder Wendungen, die einfach nicht vorhersehbar sind. Eigentlich dachte ich, dass dies ein Einzelband werden würde, doch nach dem Ende, hoffe ich, dass bald ein nächster Teil in den Handel kommt. Was mir ebenfalls an „Skylark – Der eiserne Wald“ ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat, waren die Charaktere. Lark wächst innerhalb des Buches von einem naiven Mädchen zu einer kämpferischen Frau heran. Aufgrund der vielen grauenhaften Erfahrungen, die sie auf der Flucht gemacht hatte, sieht sie die Welt in einem anderen Licht, versperrt sich aber nicht aus Angst vor der Wahrheit. Ihr Begleiter Oren verändert sich in Larks Nähe zu einem einfühlsamen jungen Mann. Die Erklärung dafür, möchte ich euch nicht vorweg nehmen, dafür müsst ihr schon das Buch kaufen. Allerdings fand ich die Enthüllung sehr schockierend. Und schon wieder konnte mich Meagan Spooner überraschen. Selbst Maschinen, genauer gesagt eine Maschine, bekommen eine eigene Persönlichkeit. Der kleine Kobold mit den Namen Nix ist zynisch und sarkastisch, aber auch unglaublich humorvoll. Ich musste während den Gesprächen, die zwischen Nix und Lark abliefen, immer wieder beherzt lachen.
Das Cover ist sehr gut gelungen. Irgendwie strahlt es etwas magisches aus und passt somit sehr gut zum Inhalt. Auch die Farben harmonieren miteinander, sodass es einfach zu einem Augenschmaus wird.
„Skylark – Der eiserne Wald“ von Meagan Spooner konnte mich nach einem anfänglichen Tief wirklich für sich begeistern und ich möchte dieses Buch jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer völlig anderen Welt ist.


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