Dienstag, 13. Januar 2015

[Rezension] "Mayra und der Prinz von Terrestra" von Marita Grimke

Copyright Marita Grimke
Titel: "Mayra und der Prinz von Terrestra"

Autor: Marita Grimke

ÜbersetzerIn: -

Verlag: Selfpublishing
 
Format: Taschenbuch / eBook

Preis: 7,99€ / 3,49€

Seiten: 280


ISBN: 978-1493727841




Mayra und der Prinz von Terrestra von Marita Grimke

Eine der ersten Autorinnen, die mich nach der Gründung meines Blogs anschrieb, war Marita Grimke. Sie fragte mich, ob ich ihr Buch „Mayra und der Prinz von Terrestra“ lesen und rezensieren wollen würde. Da mir der Klappentext sehr gut gefiel, sagte ich zu und bekam sogleich das eBook geschickt. Ich möchte mich ganz herzlich bei der Autorin bedanken, dass sie mir ihr Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Mayra lebt mit ihrer Mutter, der Senatorin Cassiopeia und ihrem Vater Sternon auf dem Planeten Unionia. Auf Unionia ist es undenkbar ohne Technik und Maschinen zu leben und so gehören diese zum alltäglichen Leben. Auf diesem Planeten wird ebenfalls Hygiene sehr groß geschrieben. Daher liegt der Geruch von Desinfektionsmittel immer in der Luft. Seit Mayra denken kann, kennt sie nur diesen Art zu leben. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Fredi besucht sie außerdem die Highschool, die jedes Kind bis es 20 Jahre alt ist, besucht. Doch der Schulalltag ist nicht immer leicht für die Zwei, da Fredi körperlich behindert und das eine Seltenheit auf Unionia ist. Denn die Wissenschaft ist soweit fortgeschritten, dass man schon die Behinderung des Kindes als Embryo erkennen und den Embryo austauschen kann. Doch Fredis Eltern haben sich gegen diese Behandlung entschieden und so muss er sich jeden Tag den seltsamen Blicken seiner Mitschüler und Mitmenschen aussetzen. Aber Fredi und Mayra stützen sich gegenseitig und bauen sich auf, wenn mal ein Tag nicht so läuft wie geplant oder Mayra ihre Mutter auf offizielle Anlässe begleiten muss. Denn das geht niemals gut, da Mayra die Tollpatschigkeit in Person ist. Als Mayra ihre Mutter auf einen dieser Anlässe unabsichtlich blamiert, merkt sie, dass eine Laufbahn als Senatorin nichts für sie ist. Also verfolgt sie weiterhin den Plan Tierärztin zu werden. Doch bevor sie das ihrer Mutter beibringt, ist ihr Großvater bei ihnen zu Gast und berichtet von seinem Einsatz auf einem rückschrittlichen Planeten mit dem Namen Terrestra. Mayra ist Feuer und Flamme für die Idee, ihre Ferien bei ihrem Großvater auf dem fremden Planeten zu verbringen. Nach einiger Überzeugungsarbeit stimmt ihre Mutter zu und wenige Tage später befindet Mayra sich auf dem Weg nach Terrestra ohne zu ahnen, was für Abenteuer auf sie zukommen...

Aufgrund des Klappentextes war ich sehr gespannt auf das Buch „Mayra und der Prinz von Terrestra“ von Marita Grimke und auf dessen Geschichte. Die Geschichte beginnt während eines Essens bei Mayras Familie. Obwohl das Buch nicht sehr dick ist, führt die Autorin den Leser langsam in ihre Welt ein und man kann jeden Charakter in Ruhe kennenlernen. Daher war die Spannung anfänglich noch nicht zu greifen, was sich aber ab dem Zeitpunkt änderte, als Mayra nach Terrestra reist. Ich fand es wirklich großartig, dass die Autorin ihre Welt in Ruhe erklärt hat, denn so wurde ich nie von der Frage „Was ist das denn jetzt?“ aus meinem Lesefluss herausgerissen. Ich konnte der Geschichte daher sehr gut folgen. Auch der flüssige und fantasievolle Schreibstil der Autorin ermöglicht es einem das Buch zu verschlingen. Was ich besonders herausragend fand, war die Tatsache, dass die Geschichte nie absurd ist. Obwohl sie eine Mischung auf Science Fiction und Fantasy ist, waren alle Maschinen und Neuerungen in dieser Welt nachvollziehbar. Jedoch waren manche Wendungen vorhersehbar, was ich etwas schade war. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber als Djuma auftauchte, wusste ich sofort wer er war. Obwohl die Welt, die Marita Grimke erschaffen hat, sehr neuartig ist, hat die Autorin auch Bekanntes einfließen lassen. Denn die Highschool – Hierarchie, die es an Mayras Schule gibt, gibt es genauso in der heutigen Welt. Man fühlt sich in dieser modernen Welt also nicht verloren. Weiterhin finde ich die Beschreibungen der Planeten sehr authentisch. Auch wenn beide Planeten sehr unterschiedlich sind, findet Marita Grimke den perfekten Weg, die beiden so zu vereinen, dass es nicht lächerlich oder absurd wirkt.
Abgesehen von der fantasievollen Geschichte finde ich die Charaktere sehr ausgefeilt. Mayra ist am Anfang der Geschichte etwas ängstlich und vor allem schüchtern. Sie hat nur einen Freund und das ist Fredi. Mayra kann sich gegen ihre Mutter nicht durchsetzen und äußert nur selten ihre Wünsche. Sie kann ihre Gedanken und Gefühle nur Fredi anvertrauen. Als sie dann nach Terrestra kommt, findet bei Mayra eine starke Entwicklung statt. Sie glaubt an ihre Fähigkeiten und hat keine Angst mehr ihre Gefühle zu äußern, vor allem nicht vor Djuma, den sie auf dem Planeten kennenlernt. Djuma ist vom Wesen her eher ruhig. Er sieht in Mayra etwas ganz besonderes, was sie selbst noch nicht einmal entdeckt hat. Djuma schaut hinter die Fassaden der Menschen und er zeichnet sich durch eine sehr ausgeprägte Menschenkenntnis aus. Die beiden ergänzen sich einfach perfekt. Es wird einfach nicht langweilig, die beiden zu erleben.
Das Cover zeigt, wie ich denke, Mayra und Djuma. Durch die eher kalten Farben entsteht eine mystische Atmosphäre. Außerdem zieht das Blau alle Blicke auf sich. Ich finde das Cover wirklich sehr gelungen.
„Mayra und der Prinz von Terrestra“ ist eine wunderbare Fusion von Science Fiction- und Fantasyelementen, die sich perfekt ergänzen. Dieses Buch möchte ich wirklich allen empfehlen, die einfach mal in eine andere Welt flüchten wollen und Lust auf etwas gänzlich neues haben. 


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