Dienstag, 21. Oktober 2014

[Rezension] "Bloody Catwalk" von Christoph Gass

Copyright books2read
Titel: Bloody Catwalk

Autor: Christoph Gass


ÜbersetzerIn: -

Verlag: books2read
 
Format: eBook

Preis: 3,99€

Seiten: ca. 264


ISBN: -



Bloody Catwalk von Christoph Gass 

Immer öfters schaue ich bei „Blogg dein Buch“ nach, ob es neue und interessante Bücher gibt. Dabei stieß ich vor gut einem Monat auf das Buch „Bloody Catwalk“ von Christoph Gass. Obwohl die schon vorhandenen Rezensionen nicht wirklich positiv waren, wollte ich dem Buch, welches im books2read Verlag erschien, eine Chance geben und bewarb mich auf den Titel. Ich hatte Glück und würde aus den anderen Bewerbern ausgewählt. Nun konnte ich selbst lesen, ob die Rezensionen gerechtfertigt waren oder eben nicht...

Klappentext:

„Fashion Vampires: totschick und unsterblich. Der Star-Designer Kilian kann es nicht fassen: Sein bester Freund, das erfolgreiche männliche Topmodel Nils van de Mas, soll sich umgebracht haben. Dabei hat der Vampir das glamouröse Leben der Fashion Shows wie kein zweiter genossen. Hat er sich wirklich selbst getötet - oder steckt etwas anderes dahinter? Seit Jahrhunderten herrscht eine Fehde zwischen den Menschen der Kraterstadt und den Vampiren, die in die ruinösen Künstlerviertel an den oberen Rand des Kraters verdrängt wurden. Getrieben von dem Wunsch nach Wahrheit begibt sich Kilian auf eine gefährliche Suche und ahnt nicht, dass er diesen Weg nicht ohne Anjuli gehen kann. Der Frau, die ihn für Nils verlassen hat... „

Wie ich im Laufe meiner Bloggerkarriere bereits öfters erwähnte, liebe ich Vampirromane. Das war auch mein Motiv, warum ich mich auf „Bloody Catwalk“ von Christoph Gass beworben habe. Außerdem klang der Klappentext sehr interessant und ich dachte, dass mich ein richtig guter Vampirroman erwartet. Oh wie habe ich mich geirrt...
Wie ihr bereits seht, habe ich den Klappentext zu dem Buch als Inhaltsangabe genommen. Eigentlich schreibe ich ja meine Inhaltsangaben selbst, aber ich wollte keine Sekunde länger in dieses Buch investieren. Ich weiß gar nicht, wo ich mit meiner Kritik anfangen soll. Ich beginne mit dem einzig Positiven, was mir zu dem Buch einfällt und das ist die Idee. Ich mochte die Idee, dass Vampire die Modewelt „erobert“ haben. Außerdem fand ich die Idee eines „Vampirkrimis“ wirklich interessant. Doch leider klang der Klappentext unterhaltsamer, als das komplette Buch wirklich ist. Und da wären wir schon bei den ganzen negativen Dingen. Wie ich leider schon nach einigen Seiten bemerken musste, war die komplette Geschichte wirklich zum Scheitern verurteilt. Angefangen mit dem nicht existenten Spannungsaufbau, der mich zu schierer Verzweiflung brachte, konnte den nur noch der Schreibstil toppen. Ich weiß nicht, wie das bei euch während des Lesens ist, aber ich stelle mir die Räumlichkeiten und Orte eines Buches immer vor. So kann ich mich auch besser in die Charaktere hinein versetzen. Doch es war mir einfach unmöglich so mit dieser Geschichte zu verfahren. Ich konnte mir die Orte nicht vorstellen, was aber nicht an meinem Willen lag, sondern an dem schockierend plumpen Schreibstil des Autors. Teilweise wusste ich über einige Passagen hinweg nicht einmal, was gerade passiert ist. Die komplette Geschichte strotze nur vor Logikfehlern, die es jedem Leser unmöglich machte, dieser noch vernünftig zu folgen. Ich dachte, ich hätte den Gipfel des Plumpen erreicht, aber leider belehrte mich der Autor eines besseren. Denn dann wurden die Charaktere mit Namen vorgestellt. Und ich bin ja wirklich dafür, dass Autoren ihre eigenen Welten erschaffen und auch mal ungewöhnliche Namen verwenden, aber ein Hybridvampir der eh schon blass ist, den Namen Kreydenweiss zu verpassen, ist so lächerlich. Auch die Namen der anderen Charaktere waren nicht besser. Die Hauptkommissarin heißt „Glotz“, ihr Kollege „Kannicht“ und der Fluss, der durch die Stadt Lobostadt fließt, heißt Moder. Ich weiß nicht, ob das lustig sein sollte, aber ich musste nur mit dem Kopf schütteln und war regelrecht genervt.
Aber wie meine Kollegin immer so schön sagt: „Schlimmer geht immer.“ Dieser weise Satz bestätigte sich während ich die Charaktere kennenlernte. Ich hatte das Gefühl, dass Kilian Kreydenweiss mehr zum Zahnarzt ging als alles andere und außerdem war er charakterlich so blass, wie seine Haut. Ich konnte mit ihm einfach nichts anfangen. Ich habe noch nie einen so nichtssagenden Charakter „getroffen“, wie Kilian. Leider waren alle Charaktere nicht wirklich besser und teilweise sogar richtig billig. Als es dann noch zu einigen Sexszenen kam, war das Buch komplett für mich gestorben. Denn diese Szenen waren einfach plump und hatten nichts mit Erotik oder Ästhetik zu tun.
Die ganze Geschichte hat mich von vorne bis hinten enttäuscht. Man hat mit aller Gewalt versucht, einen Vampirroman zu schreiben, wobei wirklich alles auf der Strecke blieb. Sogar die Dialoge, die den Leser eigentlich unterhalten sollten, haben einfach keinen Sinn ergeben und mich verwirrt zurückgelassen.
Auch das Cover gefiel mir nicht wirklich, aber das ist ja Geschmackssache. Immerhin halte ich dem Cover zugute, dass es den Kern der Geschichte trifft.
Eigentlich schrecke ich immer davor zurück nur einen Punkt für ein Buch zu vergeben, aber mir bleibt bei dem Buch nichts anderes übrig. Eigentlich ist das auch eher ein Mitleidspunkt, welchen ich für die Idee des Buches vergebe. Ich bin eigentlich nicht dafür Lesern von einem Buch abzuraten, aber bei „Bloody Catwalk“ mache ich eine Ausnahme. Dieses Buch war und ist für mich pure Zeitverschwendung und ich bin wirklich etwas sauer, dass einige Stunden meiner Freizeit dafür drauf gegangen sind.


Kommentare:

  1. Hallo liebe Maria,

    ehrlich das Buch hätte mich nicht gereizt. Sehr einfallsreiche Namen. Manchmal frage ich mich wie einige Bücher es überhaupt in den Handel schaffen? Ich möchte niemanden zu nahe treten, aber bei ständigen Wortwiederholungen, Logifehlern und was da nicht manchmal auf einen zukommt, komme ich nur ins Grübeln, wer das entschieden hat.

    Hoffentlich ist dein neustes Buch besser.

    Liebe Grüße
    Cindy

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    1. Hallo Cindy,

      die Frage, warum es solche Bücher in den Handel schaffen, stellt sich mir auch immer. Welcher Praktikant hat das nur zu verantworten?!
      Naja diese ganzen Fehler nerven mich einfach, weil es meinen Lesefluss stört und ich dann immer komplett aus der Geschichte raus bin.

      Ohja mein neuestes Buch ist wirklich 1000 Mal besser! :)

      Viele liebe Grüße
      Maria

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  2. Hey Maria,

    habe das Buch leider auch gelesen und dein letzter Satz im Fazit trifft es wirklich! Das Buch war echt Zeitvergeudung! Und die Namen haben einfach nur genervt!

    LG
    Anne

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    1. Hey Anne,

      du warst auch ein Opfer dieses Buches? Mein Beileid. Eigentlich ist es nicht meine Art ein Buch so nieder zu machen, aber dieses Mal ging es einfach nicht anders.
      Und die Namen waren nur die Spitze des Eisberges.

      Liebe Grüße
      Maria

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