Samstag, 6. September 2014

[Interview] mit Luisa Sturm

Hallo meine Lieben,

heute habe ich ein Interview mit Luisa Sturm für euch. Sie ist die Autorin von "Ein ganzes ja", einem Roman über Liebe, Freundschaft und den ganz großen Gefühlen. Luisa Sturm hat sich tapfer meinen Fragen gestellt und das Ergebnis könnt ihr hier nachlesen.
Viel Spaß!
Copyright Luisa Sturm

Liebe Luisa, vielen lieben Dank dafür, dass du dich bereit erklärt hast mir ein Interview zu geben. Am besten fangen wir doch gleich mal an.

Eine der interessantesten Fragen für mich ist immer, wie die Autorinnen bzw. Autoren immer zu schreiben gekommen sind. Also liebe Luisa, wie kam es, dass du mit dem Schreiben angefangen hast?
Eine klassische Frage, die häufig gestellt wird: Ich habe schon immer gern geschrieben, angefangen von vielen Tagebucheinträgen, über Gedichte, kleine Geschichten und später auch Artikel für Zeitungen.. Anders als z.B. meine Klassenkameraden, die hörten man sollte einen 4-Seiten-Deutsch-Aufsatz schreiben und in Panik ausbrachen, dachte ich mir: Oh je, mir würde viel mehr einfallen! Wie soll ich denn das alles in nur 4 Seiten packen? ;-) (schmunzel)

Dein Pseudonym ist „Luisa Sturm“. Warum verwendest du ein Pseudonym?
Ich wollte mein "echtes Leben, meinen Beruf und meine Familie" vom Schreiben trennen. Auf der Leipziger Buchmesse habe ich mich mit vielen Autorinnen getroffen und immer wieder den Tipp bekommen, ein Pseudonym zu verwenden. Ich habe es bis jetzt nicht bereut und ich mag meinen Autorennamen. Mein Mann hat ihn für mich ausgesucht. Er meinte, der Nachname "Sturm" passe perfekt zu meinem deutsch-italienischen Temperament. Abgesehen davon, liebt er Stürme. Er stellt sich dann immer an die Terrassentür und beobachtet das Treiben der Natur fasziniert. 
 
Lass uns doch mal über deinen Roman „Ein ganzes Ja“ reden. Wie kamst du auf die Idee zu dem Buch?
"Ein ganzes Ja" wollte einfach irgendwie aus mir heraus und ich habe mich vor mehr als drei Jahren spontan an den Laptop gesetzt und die ersten Zeilen geschrieben, ohne irgendetwas vom Romanschreiben zu wissen. Also habe ich geschrieben und gelöscht, geschrieben und mir die Haare gerauft, geschrieben und geflucht ... ;-) Es war sehr schwer, da "Ein ganzes Ja" auf einer wahren Begebenheit beruht und viele Dinge so passiert sind. 
 
Welcher Charakter aus „Ein ganzes Ja“ ist dir unheimlich ans Herz gewachsen und welchen hättest du aus dem Fenster stoßen können?
Erik und Paul sind meinem Herzen sehr sehr nahe gekommen. Becca, meine Hauptfigur natürlich auch, aber sie hätte ich gern mal kräftig geschüttelt.
 
Wie lief denn der Schreibprozess ab? Hast du dich an den Schreibtisch gesetzt und gesagt:“Jetzt muss ich 100 Seiten schreiben“ oder hast du immer „nur“ geschrieben, wenn dich gerade die Muse geküsst hat?
Nein, ich habe mir zuerst einen groben Plan gemacht, dann einen sehr detaillierten, dann ein großes Plakat verziert mit tausend gelben Klebezetteln... und ich habe mir vorgenommen circa 4-5 Seiten an vielleicht 3-5 Tagen zu schreiben. Es gab aber auch immer eine Zeit, wo ich nicht geschrieben habe, weil ich entweder einfach keine Zeit hatte, eines meiner Kinder krank war, mir das Gefühl für die Geschichte nicht intensiv genug war oder das Sofa einfach kuschliger ... 
 
Wie sieht denn dein Lieblingsschreibplatz aus und wo liegt dieser?
Ich schreibe (sehr zum Leidwesen der anderen) immer an unserem großen Esstisch, der im Wohnzimmer steht. Da kann ich mich so schön ausbreiten. (hahaha)

Sind denn schon weitere Projekte geplant und kannst du uns über diese schon etwas erzählen?
Ja, mein zweiter Roman ist in Arbeit und heißt "Mondscheinmund". Dort gibt es ein neues Paar: Lene und Pip. Die Geschichte spielt in Augsburg, meiner Heimatstadt, und erzählt wieder von der ersten großen Liebe. Allerdings ist die Handlung eine ganz andere: Lene und Pip laufen sich nach 10 Jahren wieder über den Weg, nachdem ein Schicksalsschlag Lenes Leben komplett verändert hatte. Pip ist Ingenieur und baut im Augsburger Norden das erste große Windrad ... Aber im Augenblick bin ich noch am Überarbeiten und diese Phase ist fast noch länger als das Schreiben selbst.

Meine Mutter sagte mir damals immer, dass das Schreiben brotlose Kunst sei (Ja sie war immer sehr motivierend ;) ). Wie sieht es denn bei dir aus? Kannst du von deinen Büchern leben oder musst du nebenbei noch arbeiten gehen?
Hauptberuflich arbeite ich als Lehrerin und ich liebe meinen Job sehr. Das Schreiben ist wirklich wunderschön, aber ich möchte nicht davon leben "müssen", insofern kann ich deine Mutter sehr gut verstehen. 
 
Jetzt haben wir ja ganz viel über dein Buch „Ein ganzes Ja“ erfahren. Aber was liest du denn am liebsten, wenn du der Realität einfach mal entfliehen willst?
Ich mag historische Romane mit starken Frauen, von daher habe ich schon viel Iny Lorentz gelesen oder Diana Gabaldon. 
 
Was war dein bisheriges Buchhighlight in diesem Jahr?
Hm, schwierige Frage: Das Buch "Versprich mir, dass Du am Leben bleibst" von Isaak Behar, ein erschütterndes jüdisches Schicksal, das mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. 
 
Viele Autoren hören Musik während des Schreibens. Machst du das auch und wenn ja, welche Musik läuft denn bei dir?
Nein, meistens nicht. Am besten kann ich schreiben, wenn ich allein bin und das Haus mucksmäuschenstill ist. Wenn ich doch Lust auf Musik habe, dann höre ich klassische Filmmusik. (Gladiator, Braveheart, König der Löwen etc.)

Mit welchen Buchcharakter würdest du gerne mal die Plätze tauschen und mit welchem absolut nicht?

Von meinem Buch!?! Oh je, mit niemanden ;-)

Beschreibe dich in 3 Worten!
Ehrlich, humorvoll, tollpatschig

Am Ende bleibt uns noch ein bisschen zeit für ein kleines Spiel. Ich gebe dir einen Satz vor und du beendest ihn ganz spontan.

Das Ende der Welt würde ich...nur im Film sehen wollen, mit Dolby Surround System und einer Tüte Popcorn.
Meine Freunde sind...ganz wunderbare Menschen, die ich immer wieder besuche, auch wenn sie jetzt weit weg wohnen.
Am liebsten esse ich...Steak mit Pommes und Spaghetti Bolognese.
In der Schule war ich... für mein lautes Lachen bei allen sehr bekannt.
Mein größter Traum ist ... einmal mit Delphinen zu schwimmen.
Meine größte Leidenschaft ist...meine Familie.
Während eines Horrorfilms...hatte ich einmal so Angst, dass ich überlegt habe, die Wohnzimmertür abzusperren.
Schminken ist für mich...mal wunderbar, mal lästig, je nach Stimmungslage.
Auf eine einsame Insel würde ich...meinen Mann, ein Schweizer Buchmesser und einen Hilti-Werkzeugkoffer mitnehmen.
Bücher sind für mich...wie ein " fantastischer Ausflug im Kopf".



Vielen lieben Dank liebe Luisa für dieses tolle Interview. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht dich zu interviewn.
Falls ihr meine Meinung zu "Ein ganzes ja" wissen wollt, dann schaut doch mal  *hier* vorbei. 
Wie hat euch das Interview gefallen? Habt ihr schon "Ein ganzes ja" gelesen?

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