Mittwoch, 23. Juli 2014

Rezension "Stigmata - Nichts bleibt verborgen" von Beatrix Gurian

Copyright Arena Verlag

Titel: Stigmata - Nichts bleibt verborgen

Autor: Beatrix Gurian

ÜbersetzerIn: -

Verlag: Arena Verlag

Format: Hardcover / eBook

Preis: 16,99€ / 13,99€

Seiten: 384

ISBN: 978-3401069999



Stigmata - Nichts bleibt verborgen von Beatrix Gurian

Nach einer harten Arbeitswoche gönne ich mir immer ein oder zwei neue Bücher. Vor 2 Wochen beendete ich so eine Woche in meiner alten Heimat. Und natürlich stattete ich meiner Lieblingsbuchhandlung einen Besuch ab. Ein Buch stach mir dabei sofort ins Auge. „Stigmata – Nichts bleibt verborgen“ von Beatrix Gurian fiel mir aufgrund seines auffälligen Covers sofort auf. Dafür möchte ich dem Arena Verlag einfach jetzt schon ein Lob aussprechen. Aber später werde ich natürlich noch näher auf die Gestaltung eingehen. Jetzt möchte ich euch erst einmal in die spannende und gefährliche Welt von Emma mitnehmen und euch ein kleines bisschen von dem erzählen, was auf den 383 Seiten steht.

Wenn man einen Elternteil verliert, ist das gelinde gesagt total bescheiden. Wenn man dann aber auch noch den 2. Elternteil verliert, ist die Katastrophe perfekt. Und so ergeht es Emma. Emma ist noch minderjährig wird aber in ihren jungen Jahren mit dem Tod ihrer Mutter konfrontiert, die sie über alles liebt. Was für sie diesen Verlust noch schlimmer macht, ist der letzte gemeinsame Moment mit ihrer Mutter. Denn den verbrachten sie streitend. Doch wer rechnet schon mit dem Tod der eigenen gesunden Mutter? Emma verkriecht sich wochenlang in der Wohnung bis eines Tages ein merkwürdiges Paket mit einem Fotoalbum und einem Brief bei ihr abgegeben wird. Und die Worte, die in dem Brief stehen, wird Emma nie wieder vergessen: „Finde die Mörder Deiner Mutter!“. Bis zu diesem Brief dachte Emma, dass der Tod ihrer Mutter ein Unfall ist. In dem Paket ist jedoch noch ein Flyer, der sie auf ein Elite-Camp aufmerksam macht. Nach längerer Recherche und Absprache mit ihrem Vormund begibt sich Emma auf die Reise in das mysteriöse Camp. Und dieser Weg ist definitiv nicht leicht. Denn Emma muss über Berge laufen und noch schwierigere Wege begehen, um überhaupt in das Camp zu kommen. Mitten auf den Weg stürzt ein Felsbrocken auf Emma hinab und mit Mühe und Not kann sie diesem ausweichen. Aber das bleibt nicht der einzige Vorfall. Schnell merken Emma und ihre 3 gleichaltrigen neuen Freunde, die ebenfalls am Camp teilnehmen, dass hier etwas mehr als schief geht und das Camp so nicht geplant war. Als Emma plötzlich alleine im Camp ist, wird die Vermutung zur unheimlichen Wahrheit...

Also dieses Buch verbuche ich definitiv unter „Spontankauf“. Ich wollte eigentlich ein ganz anderes Buch kaufen, aber als ich „Stigmata – Nichts bleibt verborgen“ von Beatrix Gurian gesehen und dann noch den Klappentext gelesen habe, war es um mich geschehen. Ich musste es einfach haben. Dabei wusste ich noch nicht welche Überraschungen mich im Innersten des Buches erwarten. Eigentlich kommt meine Meinung zu der Gestaltung des jeweiligen Buches immer erst am Ende, aber dieses Mal hat mich das alles so umgehauen, dass ich mich entschlossen habe, meine Meinung zur Gestaltung vorzuziehen. Also fange ich mal mit dem Cover an. Die silbernen Schnörkel und die silberne Schrift bilden einen perfekten Kontrast zu dem dunkel grünen Hintergrund. Also bei mir hat es definitiv gewirkt. Auf den 2. Blick stach mir der Name des Buches ins Auge und da ich nicht genau wusste, was ich mir darunter vorstellen sollte, nahm ich es in meine Hand und begutachtete das kleine Bild, welches ich echt ein wenig unheimlich fand. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, nahm ich das Buch mit nach Hause (natürlich bezahlte ich es vorher ;) ) und entfernte die Schutzfolie. Als ich dann durch das Buch blätterte, fielen mir so viele wunderschöne Dinge auf, die mich in der Entscheidung dieses Buch gekauft zu haben, unterstützten. Als erstes wären die Verschnörkelungen bei jedem neuen Kapitel. Da diese grün unterlegt sind, harmonisiert es mit dem Cover einfach perfekt. Aber das größte Highlight und auch der größte Gruselfaktor waren die Bilder im inneren. Und ich meine jetzt keine gezeichneten Bilder sondern mit einer Kamera aufgenommene Bilder. Diese unterstützen die Geschichte optimal. Als ich dann noch das Lesebändchen entdeckte, hätte ich fast Luftsprünge gemacht. Ich erzähle eigentlich in meinen Rezensionen nie etwas über das Preis – Leistungsverhältnis, aber auch hier mache ich eine Ausnahme. 16,99€ für ein Hardcoverbuch mit Lesebändchen und dieses ganzen Extras ist wirklich super. Ich finde das vom Arena Verlag wirklich mehr als fair.
So nun möchte ich euch aber auch etwas über Geschichte erzählen. Bis kurz vorm Ende war mir irgendwie nicht ganz klar in welchem Genre ich mich hier befinde. Aber das war wirklich nicht schlimm, weil mich die Geschichte so fasziniert hat, dass ich nicht wirklich zum nachdenken kam bzw. rätselte ich einfach die ganze Zeit, wer hinter diesen ganzen Aktionen steckt. Für mich war es einfach nicht wirklich durchschaubar, wer der „Täter“ ist. Diese Tatsache machte das Buch für mich so spannend. Es gibt nichts schlimmeres als nach der der 10. Seite schon zu wissen, wer der Schuldige ist und deswegen möchte ich der Autorin auch meinen Respekt zollen, dass sie mich und ich denke auch noch viele weitere Leser so lange hinters Licht geführt hat. Zur Hilfe kamen ihr dabei die „grauen“ Charaktere. Nein ich meine nicht, dass sie alle grau gekleidet sind, sondern das keiner von den Charakteren nur eine schlechte oder gute Seite also nicht nur schwarz oder weiß ist. Jeder in dieser Gruppe hat seine Geheimnisse, die nach und nach gelüftet werden und die jeder Leser, also auch ich verknüpfen muss, um hinter das größte Geheimnis zu kommen. Emma finde ich immer noch erstaunlich. In einigen Situationen wäre ich total ausgeflippt und hättet dieses Camp sofort verlassen. Aber sie bleibt relativ ruhig und versucht die Sache zu analysieren. Der Wunsch die Mörder ihrer Mutter zu finden, ist immer brandaktuell und stärker als alles andere. Manchmal habe ich sehr oft gedacht, dass dieser Wunsch sogar stärker als ihr eigener Überlebenswille ist. Dass das sehr gefährlich werden kann, zeigt uns die Geschichte sehr deutlich.
Die Autorin hat die restlichen Charaktere sehr undurchschaubar kreiert, sodass man manchmal echt paranoid wird und immer denkt, was will der-oder diejenige damit bezwecken?! Auf Dauer war das etwas anstrengend, wurde aber am Ende aufgelöst, sodass man dann schon wusste, wer steht auf Emmas Seite und wer nicht. Außerdem wird jede aufgegriffene Thematik ausreichend erklärt, was ich wirklich zu Gunsten der Autorin werte. Ich finde es ätzend, wenn ich bei einem Buch noch nebenbei „google“ befragen muss, was einzelne Begriffe bedeuten und alles immer kryptischer wird. Zum Glück wurde diesem Phänomen entgegengewirkt und der Lesefluss wird aufgrund solcher Sachen nicht beeinflusst.
Der Gruselfaktor des Buches ist natürlich auch nicht zu verachten. Versteht mich bitte nicht falsch „Stigmata – Nichts bleibt verborgen“ ist kein Horrorbuch oder ähnliches, aber es hinterlässt ab und zu eine Gänsehaut am ganzen Körper.
Außerdem endet das Buch nicht in einer schnulzigen Lovestory. Natürlich gibt es eine kleine Liebelei, die aber nicht im Vordergrund steht, denn das wäre bei diesem Buch mehr als unpassend.
„Stigmata – Nichts bleibt verborgen“ von Beatrix Gurian hat alles, was ein Buch haben muss. Und ich hoffe und appelliere an alle Leser da draußen, dass ihr das Buch kauft.

Kommentare:

  1. Auch hier wieder eine interessante Meinung.

    Es steigert meine Lust auf das Buch..LG..Karin..

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    1. Hallo Karin,

      es freut mich, dass dir meine Rezension gefällt. :) Das motiviert mich immer ungemein. :)
      Ich hoffe, du wirst das Buch bald lesen. Jede Seite ist wirklich ein Genuss ;)

      Viele liebe Grüße
      Maria :)

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