Montag, 30. Juni 2014

Rezension "Gib mir meinen Stern zurück" von Amanda Frost

Copright Amanda Frost

Titel: Gib mir meinen Stern zurück

Autor: Amanda Frost

ÜbersetzerIn: -

Verlag: Selfpublishing

Format: Taschenbuch / eBook

Preis: 9,99€ / 3,99€

Seiten: 374

ISBN: 978-3000412684



Gib mir meinen Stern zurück von Amanda Frost

Es freut mich immer, wenn Autorinnen und Autoren sowie Verlage auch jungen Blog eine Chance geben. So eine Autorin ist auch Amanda Frost, die die erste war, die mich fragte, ob ich denn ihr Buch „Gib mir meinen Stern zurück“. Sehr gerne ging ich ihrer Bitte nach und befand mich Wochen später in der chaotischen Welt von Valerie wieder.

Valerie wurde schon oft von Männern verletzt. Ihre Jugendliebe Marcel hat sie betrogen und ihr Ex-Ehemann ist anhänglicher als ein Hund und verfolgte sie immer noch. Für Valerie kommt keine Beziehung mehr in Frage. Sie will einfach nur noch ihren Spaß. Leider hat sie die Rechnung ohne ihre emotional ambivalente Chefin Angelina gemacht. Denn kurz vor den Oscars befindet sich nicht nur halb LA im Ausnahmezustand sondern auch Angelina. Immerhin ist sie für diese begehrte Goldstatue nominiert und dieses Mal muss es einfach klappen. Valerie will sich gar nicht erst vorstellen, was passiert, wenn ihre Chefin diese Trophäe dieses Mal nicht gewinnt. Doch erst einmal muss sich Valerie mit allen Arten von Einkäufen herumärgern und auch noch die Termin der Diva planen und koordinieren. Da passt es doch wie die Faust aufs Auge, dass gerade im größten Stress ihr Absatz abbricht und sie beinahe der Schwerkraft erliegt. Ihren ungebremsten Fall stoppen jedoch 2 starke Hände, die zu einem erstaunlich gutaussehenden und sehr berühmten Mann gehören: David Chesterfield. Der Peinlichkeit der Situation bewusst, bedankt sich Valerie für die Hilfe und flüchtet beinahe in ihr Auto. Sie hofft einfach nur noch diesen Vorfall vergessen zu können und den berühmtesten Magier der Welt nicht wieder über den Weg zu laufen, doch das Glück ist ihr nicht holt. Prompt trifft sie ihn nach der Oscarverleihung wieder. Doch die Begegnung hat eine gute Seite. Valerie ist das Problem mit der Suche nach einem Bodyguard und Chauffeur für ihre Chefin los. Denn nachdem ihr alter Bodyguard plötzlich gekündigt hat, musste sie sich neben ihren restlichen Aufgaben eben noch auf die Suche nach geeignetem Personal machen. Als Tage später der gutaussehende Rafael beinahe von ihr überfahren wird, weiß Valerie noch nicht, dass er ihre ganze Welt auf den Kopf stellen und ihr ein Geheimnis offenbaren wird, welches ihr gesamtes Weltbild zum wanken bringt.

Ich habe in meinem Leben noch nicht wirklich viele Alienbücher gelesen. Das liegt zum einen daran, dass ich in meiner Kindheit einige nicht sehr schön Alienfilme gesehen haben und mich mehr für Vampire begeisterte, da ich Aliens immer ziemlich langweilig fand. Dieses Urteil habe ich jedoch überdacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich den armen Außerirdischen Unrecht getan habe. Amanda Frosts Buch „Gib mir meinen Stern zurück“ hat mich den Fremden aus dem All näher gebracht, als ich es je für möglich gehalten habe. Die Story ist eigentlich relativ einfach. Was sie aber so faszinierend macht, sind die verspielten Details und die schlüssigen Überlegungen. Allein schon der Planet Siria auf dem unsere Außerirdischen leben, ist so unglaublich visuell beschrieben, dass ich das Gefühl bekommen habe auf dem Planeten zu leben. Die Autorin lies nichts dem Zufall überlassen. Zu den Details kam auch noch der unverwechselbare Humor, der die Geschichte sehr auflockerte. Immer wieder musste ich beherzt lachen, wenn Rafael mal wieder eines unserer Sprichwörter durcheinander brachte oder gar nichts mit anzufangen wusste. Das verlieh ihm eine sehr liebenswürdige und trollige Art. Er konnte wie ein Bär kämpfen, aber auch so begriffsstutzig und zahm wie ein kleines Kaninchen sein. Manchmal zweifelte ich zwar an seinem Urteilsvermögen, aber immerhin hat er auch einige Veränderungen in seinem Leben zu verkraften. Zum Glück hatte er Valerie an seiner Seite, die ihn unermüdlich verbesserte, wenn er mal wieder ein Sprichwort verpatzt hatte. Valerie ist ein sehr hilfsbereiter und intelligenter Charakter. Leider stellt sie ihre Bedürfnisse immer hinter den Bedürfnissen der anderen an und vergisst manchmal ihre Träume zu leben. Sie flüchtet sie ab und zu in Ausreden, um vor der Realität zu flüchten. Das ändert aber nichts an ihrer ehrlichen und sensiblen Art. Manchmal fand ich die Männer im Buch, mal abgesehen von Rafael, sehr oberflächlich und von Sex regelrecht besessen. Doch die Sexszenen hatten es definitiv in sich. Sie waren nicht so plump wie bei vielen anderen erotischen Romanen und trotzdem nicht langweilig. Sie hatten eben die richtige Portion Erotik zu bieten.
Abgesehen von den ausgearbeiteten Details und den unvergleichbaren Charakteren kann „Gib mir meinem Stern zurück“ mit einem schlichten aber schlüssigen und farbintensiven Cover aufwarten. Da das Cover Valerie zeigt, passt es auch inhaltlich perfekt zum Buch.
„Gib mir meinen Stern zurück“ ist ein sehr gelungener Auftakt einer vielversprechenden Reihe und ich will dieses Buch jedem empfehlen, der Lust auf prickelnde Erotik gepaart mit der richtigen Portion Science - Fiction hat.


Kommentare:

  1. Immer wenn ich das Buch sehe, will ich es kaufen. Hab ich aber noch nie. Nach deiner Rezi wurde ich dadrin bestärkt, es endlich einmal zu kaufen. Ich bin zwar wie du auch kein Alienfan, aber wer weiß, vielleicht kann das Buch mich bekehren?

    lg Florenca von geliebtes Buch

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    1. Liebe Flo,

      also mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Und so sehr wird das Thema Aliens nicht behandelt. Also man wird nicht auf jeder einzelnen Seite darauf hingewiesen. ;)

      Viele liebe Grüße
      Maria :)

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