Sonntag, 1. Juni 2014

ein paar Gedanken zum Kindertag

Hallo meine Lieben,

wie ihr bestimmt wisst, ist heute Kindertag und nach Weihnachten, dem eigenen Geburtstag und Ostern ist das bestimmt der wichtigste Tag im Leben eines Kindes. Ich habe mich jedes Jahr darüber gefreut und diesem Tag entgegen gefiebert. Auch heute noch schenkt mir meine Mum etwas zum 1. Juni. Doch nicht jeden Kindern ist so ein Glück vergönnt.
Natürlich denkt jetzt sofort jeder an die Kinder in Ländern wie Afrika oder Indien, die von Armut betroffen sind. Aber auch Kinder in Deutschland sind nicht nur von Armut sondern auch von häuslicher Gewalt betroffen. Ob nun als Zeugen oder Opfer - die wehrlosesten Familienmitglieder müssen immer öfter für den Aggressionsabbau ihrer Erziehungsberechtigten herhalten.
Im Jahre 2013 hatte die Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking in Leipzig ca. 500 Erstkontakte von Frauen die von häuslicher Gewalt betroffen waren. Unter diese 500 Klientinnen fallen jedoch nicht die Frauen, die schon mehrfach die Hilfe der Interventionsstelle in Anspruch genommen haben. Wenn wir jetzt rein hypothetisch sagen, dass ca. 300 dieser Frauen mindestens ein Kind hat, wären es 300 Kinder die von häuslicher Gewalt betroffen sind und das alleine in Leipzig. Und stetig steigen Fallzahlen an. Ich glaub jeder von uns stimmt mit mir darüber ein, dass das 300 Kinder zu viel sind. Die Interventionsstellen, die Polizei, die Rechtsanwälte/ Rechtanwältinnen, die Frauenhäuser, die Beratungstellen für die Täter/-Innen,  die Opferhilfe, die Kinderschutzzentren, Rechtsmediziner/-Innen, der Notruf für vergewaltigte und sexuell missbrauchte Frauen und Mädchen und Therapeuten arbeiten jeden Tag Hand in Hand zusammen, um das Leben der betroffenen Frauen, Männer und Kindern besser zu machen. Und diesen Institutionen möchte ich für ihre Arbeit meinen Dank aussprechen, denn ich denke, dass bekommen sie viel zu selten zu hören.
Vielleicht werden jetzt einige denken: "Was zum Teufel hat das mit Büchern zu tun?". Diesen Lesern/Leserinnen kann ich nur sagen, es hat absolut nichts mit Büchern zu tun, doch ich bin der Meinung, dass man auf Missststände aufmerksam machen sollte. Denn wir als Blogger haben mit unseren Blogs die "Macht" viele Menschen zu erreichen und wir sollten dies auch nutzen.

Ich möchte mit diesem Post einfach den Kindern, egal aus welchem Land oder von welchem Kontinent sie kommen, gedenken, die heute nicht den Tag im Zoo verbringen konnten oder mit ihren Eltern Eis essen waren.

Kommentare:

  1. Es gibt aber auch Eltern in Deutschland, die ihren Kindern nichts schenken - muss man auch nicht, aber vielleicht mal aufmerksamer den Tag mit den Kindern begehen.
    War heute regelrecht geschockt, als ich das erfahren habe.

    In meinem Leben war der Kindertag schon immer wichtig und wird auch stänig für Ausflüge und dergleichen genutzt.
    Sollte auch regelmäßig eingeführt werden, aber bei diesem Alltag hat man einfach zuwenig Zeit - richtig schlimm, aber die Gesellschaft zwinkt einen dazu :/

    Man sollte sich nur selbst nicht zwinken und einfach mal den Pc, dass Buch, oder sogar die Arbeit bei Seite legen - den die Kinder sind das Wichtigste, was man im Leben hat!

    Alles Liebe,
    deine Conny ;)

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    1. Meine liebe Conny,

      dass sehe ich ganz genau. Die meisten Kinder wollen gar kein Geschenk, sondern, wie du schon sagtest, nur Aufmerksamkeit. Obwohl es beinahe schon traurig ist und eine Anklage an unsere Gesellschaft, dass man seinem Kind erst am Kindertag Aufmerksamheit "schenkt". Eigentlich sollte das nichts besonderes sein, sonder das Normalste auf der Welt.

      Aber wie du so schön sagst, die Kinder sind das Wichtigste auf der Welt :)

      Ganz ganz liebe Grüße
      deine Maria

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