Mittwoch, 21. Mai 2014

Rezension "Flammenblut - Im Zeichen des Schicksals" von Mina Hepsen


Titel: Flammenblut - Im Zeichen des Schicksals

Autor: Mina Hepsen

ÜbersetzerIn: Michaela Link

Verlag: Goldmann Verlag

Format: Taschenbuch/eBook

Preis: 9,99€/8,99€

Seiten: 416

ISBN: 978-3442479818


Flammenblut - Im Zeichen des Schicksal von Mina Hepsen

Die Autorin Mina Hepsen war mir von ihrer „Unsterblich – Reihe“ ein Begriff. Als ich dann Post von der Randomhouse Verlagsgruppe bekam und sie mir das neue Buch von ihr ankündigten, war mir sofort klar, dass ich es lesen muss. Und so fragte ich „Flammenblut – Im Zeichen des Schicksals“ an und es lag wenige Tage später in meinem Briefkasten. Ich möcht mich daher beim Goldmann Verlag herzlichst dafür bedanken. Mit Celine konnte ich in ihre Visionen abtauchen und auf 411 Seiten ihr neues Leben entdecken.

Celine hatte es in ihrem Leben nie einfach. In früher Kindheit wurde sie einfach an der Tür eines Waisenhauses abgegeben. Doch die Tage im Waisenhaus waren die schönsten ihres Lebens. Ihnen wurde vorgelesen, sie bekam vernünftige Mahlzeiten und sie wurde gut behandelt. Als sie in ihre neue Pflegefamilie kommt, ändert sich ihr Leben von Grund auf. Ihre zwei Pflegeeltern zwingen sie zu putzen, zu kochen und sich nicht zu beklagen. Andernfalls darf Celine nicht in die Schule und das ist das Schlimmste was ihr passieren könnte. Celine geht nämlich sehr gerne zur Schule. Doch es kommt wie es kommen muss und so meldet ihre Pflegemutter sie von der Schule ab. Als wäre das nicht alles schlimm genug, wird sie noch geschlagen. Celine versucht so gut es geht alles richtig zu machen. Ihre knapp bemessene Zeit nutzt sie, um in einen Secondhandladen zu gehen und sich Bücher auszusuchen, die sie lesen kann. Denn Celine vergisst nichts, was sie je gelesen hat. An ihre Geburtstag bekommt sie von der Verkäuferin ein Tarotkartenset geschenkt. Diese werden zu ihren steten Begleitern. Doch auch daran hat sie nicht lange eine Freude. Denn ihre Pflegemutter kommt auf die Idee, dass sie die Zukunft von Fremden lesen soll. Natürlich sieht Celine von dem eingenommenen Geld keinen Penny. Eines Abends treibt es ihre Pflegemutter auf die Spitze und veranstaltet eine Séance. Als diese schief geht, lässt sie die Idee wieder fallen und Celine muss „nur“ noch ihren herkömmlichen Hausarbeiten nachgehen. Eines Abends kommt es zum Eklat mit ihren Pflegevater und Celine erkennt, dass sie fliehen muss. Doch wohin soll sie fliehen? Celine befragt die Karten und erhält eine Antwort, die ihr Leben für immer verändern soll.

Mit „Flammenblut – Im Zeichen des Schicksals“ hat Mina Hepsen eine großartige neue Reihe begonnen. Ich wusste nicht was mich bei diesem Buch wirklich erwarten würde. Der Klappentext verriet zwar etwas, aber meine Neugier war trotzdem mehr als geweckt. Ich begab mich gerne auf diese abenteuerliche Reise und wurde der Story nicht überdrüssig. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber dieses Buch behandelt nicht die herkömmlichen Wesen, wie Vampire, Werwölfe oder Hexen und ich fand es einfach erfrischend und kreativ. Meine Begeisterung für dieses Buch rührt aber auch von diesem lockeren, abwechslungsreichen und kreativen Schreibstil her. Mir fiel es wirklich leicht in die Story zu kommen. Ich tauchte immer weiter in die Geschichte ein und wollte nicht eher auftauchen, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Selbst auf Arbeit nutzte ich jede Pause, um in der Geschichte vorwärts zukommen. Die Charaktere erleichterten jedes Mal den erneuten Einstieg in das Buch. Celine ist sehr tough. Sie hat wirklich die Hölle erlebt und ist trotzdem freundlich und geht ihren Weg. Ich finde es toll, dass sie sich nie beklagt. Es gibt nichts schlimmeres als jammernde Protagonistin. Nichts gegen Gefühle, aber wenn man vor lauter Jammern sein Ziel aus den Augen verliert und einfach nicht zu Potte kommt, nervt mich das total. Genau des wegen mochte ich Celine auch so sehr. Egal wie schlecht es das Schicksal mit ihr gemeint hat, sie arbeitet sich nach oben und hilft denen, die sie liebt und die sie brauchen. Heutzutage ist so ein selbstloses Verhalten sehr selten. Umso schöner ist es zu sehen, dass Mina Hepsen viel Wert auf diese Eigenschaften gelegt hat. Auf ihrer Reise lernt Celine Josh kennen. Er ist ein perfekter Gentleman. Irgendwie ist er zu großartig, um wahr zu sein. Ich würde mir persönlich wünschen, dass es in der Realität mehr solche Männer wie Josh gibt. Er ist so ein Typ Mann, der einer Frau noch die Tür aufhält und ihr die Jacke abnimmt. Ich finde es auch erstaunlich, dass Josh trotz seines tadellosen Verhaltens eine Entwicklung durchmacht. Er ist nicht mehr so naiv und erkennt einige fiese Charakterzüge von manchen Personen, die ihm nahe stehen. Trotzdem hält er zu Celine, die er erst seit kurzer Zeit kennt.
Was wäre ein Buch ohne einen zweiten Protagonisten. Den finden wir in dem charmanten aber undurchschaubaren Ian. Ian ist definitiv nicht wie Josh. Er lässt sich nie in die Karten schauen und man weis ab und zu nicht, was man von ihm halten soll. Solche unvorhersehbaren Charaktere finde ich bewundernswert. Bei eigentlich allen Charakteren, außer Ian verspürt man entweder eine Sympathie oder eben eine Antipathie. Es macht einem das Lesen einfacher. Denn ein undurchschaubarer Charakter reicht für meine Nerven definitiv aus.
Ich finde das Cover wirklich sehr faszinierend. Die Schnörkel erinnern etwas an Flammen. Auch das Mädchen ist wunderschön in Szene gesetzt und so macht das Cover Lust auf mehr.
Ich möchte „Flammenblut – Im Zeichen des Schicksals“ von Mina Hepsen jedem empfehlen, der mal etwas Abseits der üblichen Fantasy-Wesen lesen will und Lust auf eine fesselnde und aufregende Geschichte hat, die einem ein sommerlich leichtes Gefühl vermittelt.


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