Dienstag, 18. März 2014

Rezension "Vivere militare est - Leben heißt zu kämpfen" von Jennifer Wolf


Copyright Carlsen Impress Verlag

Titel: Vivere militare est - Leben heißt zu kämpfen

Autor: Jennifer Wolf


ÜbersetzerIn: -

Verlag: Carlsen Impress

Format: Taschenbuch/eBook


Preis: 15,99€ /4,99€


Seiten: 497

ISBN: 978-3551300348


Vivere militare est - Leben heißt zu kämpfen von Jennifer Wolf

Eines meiner Jahres-Highlights aus dem Jahre 2013 war „In Sanguine Veritas – Die Wahrheit liegt im Blut“ von Jennifer Wolf. Umso mehr freute ich mich , als ich endlich einen Kindle bekam und somit „Vivere Militare est - Leben heißt zu kämpfen“, den 2. Teil der „In Sanguine Veritas“ – Trilogie lesen konnte, der im Carlsen Impress Verlag erschien. Auf ca. 556 Seiten erweckte Jennifer Wolf die lebensfrohe Gestaltenwandlerin Miriam und den liebevollen Vampir Elias wieder zum Leben.

Zwei Jahre sind seit dem letzten Abenteuer von Miriam und Elias vergangen. Zwei Jahre, die Veränderungen mit sich brachten, doch eine Sache blieb stetig erhalten: die Liebe zwischen der Gestaltenwandlerin und dem Vampir.
Die Liebe der beiden zueinander stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Viele waren gegen die Vereinigung und gegen die Tatsache, dass Elias der zukünftige König der Vampire und Miriam die Königin werden sollte. Als Elias eines Tages mit seiner Großmutter auf die Jagd geht, hat Miriam schon ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Und als Elias wieder kommt, bestätigt sich ihre Befürchtung. Er hat Kratzspuren auf dem Rücken, die er sich selbst nicht erklären kann. Plötzlich wird er auch noch von Kopfschmerzen befallen, die sonst kein Vampir bekommt. Was stimmt nur nicht mit ihm? Nach quälenden Minuten und Stunden bekommen sie endlich die ernüchternde Antwort: Elias wird langsam zu einem Menschen. Nicht nur mit den menschlichen Bedürfnissen muss sich Elias anfänglich herumärgern, sondern auch mit seinem Großvater, dem diese Angelegenheit mehr als unangenehm ist und das Ganze am liebsten tot schweigen will. Doch nicht mit Miriam. Ihr geliebter Elias ist verletzt und als Mensch mehr als gebrechlich und somit jedem Angriff so gut wie hilflos ausgeliefert. Des Weiteren haben sie nur eine kleine Spur, um den Angreifer und Verursacher ausfindig zu machen und ihn dafür zu bestrafen. Als ob das nicht schon genug für eine einzelne Gestaltenwandlerin wäre, muss sich Miriam auch noch mit der Sturheit ihrer eigenen Großeltern herumschlagen, die ihre Familie aus dem Rudel verstoßen hat. Und dann wäre ja auch noch das Kind in ihrem Bauch...
Werden Elias und Miriam allen Widrigkeiten trotzen und ihren Platz in der Vampir-Gesellschaft einnehmen oder wird der Feind am Ende siegen?


„Vivere Militare est - Leben heißt zu kämpfen“ hat mich, wie der 1. Band, von Beginn an gefesselt. Ich fand es sehr interessant zu erfahren, was die letzten beiden Jahren passiert ist. Außerdem haben mich die Charaktere wieder über alle Maßen positiv überrascht. Miriam wird im 2. Band immer mehr zur Frau. Das sieht man an ihren Entscheidungen und wie sie mit den Menschen umgeht. Sie sagt was sie will, aber immer mit dem nötigen Respekt, wenn er angebracht ist. Was ich auch so positiv an ihr finde, ist, dass sie Elias immer den Rücken stärkt. Ob er nun ein Mensch ist oder in seinen Blutrausch verfällt – sie verliert nie das Vertrauen in ihn. Auch Elias nimmt immer mehr den Platz als König ein und vertraut langsam seinen und Miriams Entscheidungen. Aber er ist nicht nur der zukünftige König der Vampire sondern auch liebender Freund und baldiger Vater. Diese Rollen liegen ihm sehr am Herzen und er freut sich wie verrückt auf das gemeinsame Kind. In seinen jungen Jahren ist diese Einstellung eine regelrechte Seltenheit. Aber auch seine Einstellung zum Thema „Heirat“ erstaunte mich immer wieder. Denn viele Männer haben Bindungsängste, auch wenn sie nicht ewig leben. Doch obwohl Elias ewig lebt, hat er keine Angst sein Leben „nur“ mit einer Frau zu verbringen, seiner Miriam. Mit diesem Verhalten hatte und hat Elias einfach ein Stein bei mir im Brett. Wer mir auch von allen Charakteren ans Herz gewachsen ist, ist Elias' Schwester Ana. Sie ist so erfrischend und irgendwie kam mir bei ihr immer die Assoziation zu einem Wirbelsturm. Eigentlich kann Ana nur still liegen, wenn sie sich ein Bett mit Elias und Miriam teilt, wenn diese verletzt sind oder sie einfach brauchen oder wenn sie ihre Zeit mit Melissa im Bett verbringt. Und Ana ist zwar der Wirbelsturm für mich, aber auch der Fels in der Brandung. Sie hilft jedem und ist für alle da, die sie liebt. Allgemein ist die ganze Geschichte geprägt von Liebe und Toleranz. Und diese verdrängen auch den Neid und den Hass, der ab und an in dem Buch auftaucht. Das trägt zur Spannung bei, die man von Seite zu Seite beinahe greifen kann. Das Buch hat meine Gefühle definitiv angesprochen, denn ich habe laut gelacht, einige Tränen geweint und mich in die romantischen Textstellen verliebt.
Das Cover ist sehr aufregend gestaltet und greift in seiner Art auf das Cover des ersten Buchs zurück.
Ich persönlich hoffe ja immer noch darauf, dass die Folgebände auch in gedruckter Form erscheinen.

„Vivere Militare est - Leben heißt zu kämpfen“ von Jennifer Wolf ist unverzichtbar für alle die, die den 1. Band geliebt haben oder auf der Suche nach einer fesselnden Vampir-Reihe sind, die die Lachmuskeln und die Tränendrüsen stark beanspruchen.





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